MESSBARER

ERFOLG

Folgend finden Sie die Übersicht unserer Notrufleitstellen-Projekte sowie Referenzberichte mit detailorientierten Angaben zu Aufgabenstellung, Prozessen und Umsetzung:

 

DATUS NOTRUFLEITSTELLEN PROJEKTE IM ÜBERBLICK

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REFERENZLISTE

 

REFERENZBERICHT
INTEGRIERTE LEITSTELLE FREIBURG

Kreisverband Freiburg

​Integrierte Leitstelle
Freiburg Breisgau-
Hochschwarzwald
 

Die Leitstelle Freiburg Breisgau-Hochschwarzwald

Die Integrierte Leitstelle (ILS) ist eine gemeinsame Einrichtung der Stadt Freiburg, des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald und der gemeinnützigen Rettungsdienst-GmbH des Deutschen Roten Kreuzes. 

Das Einzugsgebiet umfasst den Stadtkreis Freiburg im Breisgau mit ca. 153 Quadratkilometern und den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit weiteren 1378 Quadratkilometern. Auf dieser Fläche leben insgesamt 475.457 Einwohner in ca. 80.000 Wohngebäuden bzw. ca. 210.000 Wohnungen.

 

In der Leitstelle laufen alle Notrufe an die Feuerwehr und den Rettungsdienst auf. Die Leitstelle ist an 365 Tagen im Jahr Rund-um-die-Uhr erreichbar. Von hier aus werden die jeweils zuständigen Einsatzkräfte per Funk alarmiert und zur Einsatzstelle geführt. An elf mit modernster Technik ausgestatteten Annahmeplätzen, die im Leitstellen-Jargon Disponenten-plätze heißen, stehen speziell geschulte Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter bereit, um schnelle Hilfe in allen Fällen zu leisten.

Jeweils zwei weitere, identisch ausgestattete Plätze, gibt es in den beiden Lage-Räumen sowie im Landratsamt in der Stadtstraße, wo eine Not-Leitstelle eingerichtet ist, die bei einem Totalausfall in der Eschholzstraße einspringen kann.

 

 

Die Aufgabe

Der Autonotruf "eCall" kommt ab 31. März 2018 in allen neuen Pkw-Modellen und leichten Nutzfahrzeugen zum Einsatz. Im Fahrzeug montierte Geräte melden einen Verkehrsunfall automatisch an die einheitliche europäische Notrufnummer 112.

Um eine schnelle Hilfe gewährleisten zu können, werden beim eCall hilfreiche Daten, die sogenannten „notrufbegleitenden Daten“, wie die GPS-Position des Fahrzeugs, die Fahrtrichtung, die Anzahl der Insassen, der Fahrzeugtyp und der verwendete Brennstoff (Diesel/Benzin) an die Leitstelle übertragen. Ferner wird automatisch eine Telefonverbindung vom Fahrzeug zur Leitstelle aufgebaut. Von der Leitstelle aus kann das Fahrzeug zurückgerufen werden, um weitere, für den Einsatz wichtige Informationen, abzufragen. 

 

 

Ziel des eCalls ist es, qualifizierte Hilfe schneller an den Unfallort zu bringen und die Zahl der Verkehrstoten im Straßenverkehr zu senken. eCall ist ein wichtiges Projekt der eSafety-Initiative der Europäischen Kommission.

 

Um die eCalls bearbeiten zu können, ist eine Anpassung der technischen Ausstattung der Leitstellen erforderlich.

 

 

Die Lösung

Ziel der integrierten Leitstelle Freiburg war es, die technischen Voraussetzungen für die Bearbeitung der eCalls zu schaffen, ohne dass in die bereits vorhandene Technik investiert werden sollte. Die zu realisierende Lösung soll auch nach Umstellung auf einen All-IP Notrufamtsanschluß weiterverwendet werden können.

 

Um dieses zu erreichen wurden zwischen dem Notrufamtsanschluß und der Notrufabfrageeinrichtung (NRABE) zwei Bypass-Switche sowie 3 eCall-Decoder der DATUS AG für 9 ISDN-S0-Notrufamtsleitungen eingebaut. 

 

Eingehende 112 Notrufe werden an die Notrufabfrageeinrichtung und die Disponentenplätze geleitet. Die Notrufe sowie die notrufbegleitenden Daten werden vom eCall-Decoder erfasst und können über einen Webbrowser von den Disponentenplätzen abgefragt werden. Hierfür wurde eine IP-Verbindung zwischen den Disponentenplätzen und dem eCall-Decoder realisiert. Der eCall-Rückruf erfolgt von einem über das LAN an die Decoder angeschlossenes IP-Telefon.

 

Damit bei Ausfall des eCall-Decoders weiterhin 112 Notrufe bearbeitet werden können, wurde zwischen 8 Notrufamtsanschlüssen (einer wurde direkt auf den eCall-Decoder angeschlossen und wird somit bei Ausfall des Decoders nicht auf die NRABE durchgeschaltet) und den eCall-Decodern zwei Bypass-Switche installiert. Diese schalten bei Ausfall des eCall-Decoders alle eingehenden Notrufe automatisch an die Notrufabfrageeinrichtung durch. Bei Ausfall der Decoder werden die 112 Notrufe weiterhin empfangen, allerdings können die notrufbegleitenden Daten nicht ausgewertet werden.

 

Die technische Aufrüstung der Leitstelle sowie die Einweisung der Disponenten wurden durch einen DATUS-Techniker in einem Arbeitstag durchgeführt. Die anschließenden Funktionstests konnten erfolgreich abgeschlossen werden.

Ein im Decoder integriertes ISDN-IP-Gateway erlaubt zukünftig den Anschluß an einen All-IP-Notrufamtsanschluss, ohne dass die installierte Alttechnik umgerüstet werden muss.

Übersicht

Das Ergebnis

Durch den Einsatz des eCall-Decoders der DATUS AG und der Bypass-Switche ist die integrierte Leitstelle Freiburg für die Bearbeitung von eCalls ertüchtigt worden. Eine kostenintensive und aufwendige Modifikation der bereits vorhandenen Technik war nicht erforderlich.
Die Ertüchtigung erfolgte ohne nennenswerte Unterbrechung der Erreichbarkeit der Leitstelle. Die vorhandene DATUS-Lösung kann als Ausweich-/Notfallleitstelle weiterverwendet werden, wenn eine Neubeschaffung der Leitstellentechnik durchgeführt wird.

 

REFERENZBERICHT
INTEGRIERTE LEITSTELLE
ZELLA-MEHLIS THÜRINGEN

Die Integrierte Leitstelle (ILS) Suhl in Zella-Mehlis, Thüringen

Im Juli 2006 wurde in Zella-Mehlis in Südthüringen das Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) eröffnet. Im GAZ sind neben Tunnelfeuerwehr und hauptamtlicher Wache auch die Autobahnpolizeistation Süd und der Rettungsdienst-Zweckverband Südthüringen inkl. Katastrophenschutz vertreten. Der Rettungsdienst-Zweckverband ist Träger der Integrierten Leitstelle Suhl, der Betreiber ist die Feuerwehr Suhl. Die Leitstelle ist zuständig für die Stadt Suhl, den Landkreis Sonneberg und den Landkreis Hildburghausen. 

Das Einzugsgebiet umfasst ein Gebiet von ca. 1473,4 Quadratkilometern. Auf dieser Fläche leben insgesamt 172.824 Einwohner.

 

In der Leitstelle laufen alle Notrufe an die Feuerwehr und den Rettungsdienst auf. Die Leitstelle ist an 365 Tage im Jahr Rund-um-die-Uhr erreichbar. Von hier aus werden die jeweils zuständigen Einsatzkräfte alarmiert und zur Einsatzstelle geführt. An 8 mit modernster Technik ausgestatteten Annahmeplätzen, die im Leitstellen-Jargon Einsatzleitplätze heißen, stehen speziell geschulte Feuerwehrleute und Rettungsdienst-Mitarbeiter bereit um schnelle Hilfe in allen Fällen zu leisten.

Die Aufgabe

Aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften und um eine effiziente und qualifizierte Bearbeitung von Notrufen zu gewährleisten, war ein umfassender Umbau der Leitstelle und der verwendeten Technik erforderlich. Ferner waren die Voraussetzungen zu schaffen, um den Autonotruf "eCall", der ab dem 1. April 2018 in allen neuen Pkw-Modellen und leichten Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommt, bearbeiten zu können. 

Im Fahrzeug montierte Geräte melden per „eCall“ einen Verkehrsunfall automatisch an die einheitliche europäische Notrufnummer 112. Um eine schnelle Hilfe gewährleisten zu können werden beim eCall hilfreiche Daten, die sogenannten „notrufbegleitenden Daten“, wie die GPS-Position des Fahrzeugs, die Fahrtrichtung, die Anzahl der Insassen und der Fahrzeugtyp und die verwendete Antriebsart (Diesel/Benzin/ Gas/Hybrid/Elektro) an die Leitstelle übertragen. Ferner wird automatisch eine Telefonverbindung vom Fahrzeug zur Leitstelle aufgebaut. Von der Leitstelle aus kann das Fahrzeug zurückgerufen werden, um weitere für den Einsatz wichtige Informationen abzufragen. 

Ziel des eCalls ist es die Zahl der Verkehrstoten zu senken und schneller qualifizierte Hilfe an den Unfallort zu bringen. Der eCall ist ein wichtiges Projekt der eSafety-Initiative der Europäischen Kommission.

Die Lösung

Anfang 2018 wurden die Räumlichkeiten und die Technik der Leitstelle Suhl umfassend modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht. 

Im Rahmen dieser Maßnahme wurden neue Disponentenarbeitsplätze eingerichtet, eine neue IP-basierte Telefonanlage der DATUS AG für die Leitstellentelefonie mit Anbindung mittels des QSIG-Protokolls an die ISDN-Telefonanlage der Verwaltung, an das Mobilfunknetz (GSM), von analogen Endgeräten wie Fax, Türfreisprecheinrichtung und schnurloser Telefone (DECT) aufgebaut, eine neue Funk-Draht-Vermittlung CATS der SLK GmbH sowie eCall-Decoder von DATUS zur Annahme und Auswertung von eCalls installiert. Ein im Decoder integriertes ISDN-IP-Gateway erlaubt zukünftig den Anschluß an einen IP-Notrufamtsanschluß, ohne dass die installierte Technik umgerüstet werden muss.

 

Die 5 ISDN-S0-Notrufamtsanschlüsse sind auf den DATUS eCall-Decoder terminiert, die eingehenden Notrufe werden an die DATUS-IP-Telefonanlage vermittelt und die notrufbegleitenden Daten an das Einsatzleitsystem DALLES der Fa. Systemhaus Scheuchner GmbH zur weiteren Bearbeitung übergeben. Die Funk-Draht-Vermittlung CATS der SLK GmbH steuert die Vermittlung der Notrufe und den Funkverkehr mit den Einsatzkräften sowie die Sprachgarnituren der Disponentenarbeitsplätze. Über die Anbindung an die Telefonanlage der Stadtverwaltung werden Gespräche an die Stadtverwaltung oder an Dritte, wie z.B. Krankenhäuser und Krankentransporte etc. hergestellt. Die Notrufe und die leitstelleninterne Telefonie erfolgen über die DATUS IP-Telefonanlage ebenso wie der eCall-Rückruf zur Kontaktaufnahme mit den Insassen der verunfallten Fahrzeuge.

Übersicht:

Benutzeroberfläche CATS (Computer Assisted Communication System):

Der Umbau der Leitstelle sowie die Einweisung der Disponenten wurden durch Mitarbeiter der SLK GmbH und der DATUS AG durchgeführt. Der Umbau erfolgte im vereinbarten Zeitrahmen. Die anschließenden Funktionstests verliefen erfolgreich und, nach Durchführung weniger Restarbeiten, erfolgte die Abnahme durch die Leitstelle Suhl.

Das Ergebnis

Die gesamte Kommunikationstechnik der Leitstelle Suhl wurde modernisiert und für die Bearbeitung von eCalls ertüchtigt. Das vorhandene Einsatzleitsystem wurde in die neue Kommunikationstechnik eingebunden. Die Ertüchtigung erfolgte ohne nennenswerte Unterbrechung der Erreichbarkeit der Leitstelle.